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Monatsspruch August 2016: Markus 9,50

20. Juli 2016 • Simon

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! Markus 9, 50

Das mit dem Salz kommt mir irgendwie bekannt vor. Jesus spricht davon: „Ihr seid das Salz der Erde“. Wie immer er das meint – Salz hat eine lange Geschichte und eine bedeutende Funktion. Abgesehen vom Geschmack, der durch Salz verbessert wird, Salz wird in biblischer Zeit vielfach gebraucht. Bei allen Opfern, die Gott dargebracht werden, soll Salz dabei sein. Ein Vertrag wird mit Salz besiegelt. Neugeborene werden gebadet und anschließend mit Salz abgerieben. Wasserquellen werden mit Salz gereinigt. Die Zerstörung einer Stadt wird mit dem Streuen von Salz vollendet. – Schmackhaft machen, Reinigen und Besiegeln, so könnte man den biblischen Gebrauch von Salz umschreiben.

Diese Erkenntnis angewandt auf unser Wort zum Monat August heißt also: Jesus fordert auf, dass Christen in, mit und bei sich dieses Salz tragen sollen. Es soll sie vor falschen Wegen bewahren, vor Abfall und den Angriffen der Hölle schützen. Sie sollen dieses Salz so verinnerlichen, dass der Umgang mit ihnen für andere „schmackhaft“ wird; Christen sollen durch dieses Salz „gereinigt“ werden. Auch sollen sie „versiegelt“ sein durch eben dieses Salz.

Es ist kaum vorstellbar, dass dieses anders geschieht, als durch das Leben nach Jesu Wort. Jesu Wort der Gnade und der Rettung, sein Wort von der Versöhnung mit Gott: das ist es, was Christen „in, mit und bei sich“ tragen sollen, es also im Herzen tragen. An diesem Ort, in dem es unverlierbar gespeichert ist und jederzeit abrufbar bleibt; wo die gegenseitige Liebe zum Herrn ihren Ort hat. Erinnert werden wir dabei ebenso an das Hl. Altarsakrament, das uns ebenfalls auf diese Weise begleitet und seinen Ort in uns hat.
Was ist die „Außenwirkung“? – „Frieden untereinander“, sagt Jesus. Frieden untereinander, der von seinem hl. Wort und von seinem hl. Sakrament ausgeht. Dieser Friede ist mehr als nur das Nicht-Vorhanden-Sein von Streitereien. Es ist Gottes Friede, der die Seinen umfasst, der von ihm ausgeht und den alle in sich tragen mögen.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die in diesen Wochen Ferien machen, dass sie dieses „Salz“ unseres Herrn begleiten möge!

Ihr
Peter Brückmann, Pfr.

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