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Jahreslosung 2017

16. März 2017 • Marlies

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Hesekiel 36,26)

Wie schützt man Gottes Ehre?

Islam-Anhänger sehen das mitunter so: Bibelverbrennungen, Gewalt und Terror sollen dazu dienen, die Ehre Gottes „wieder­her­zustellen“. Entheiligungen in Form von Karikaturen und anderer Literatur werden dafür handgreiflich bekämpft. – Ein trauriger Gott, dessen Heiligkeit und Ehre von menschlichen Einzelmaßnahmen abhängig wäre!
Die Jahreslosung 2017 muss im Zusammenhang mit dem Buch Hesekiel gesehen werden: Ja, auch hier geht es um die Heiligkeit und Ehre Gottes. Der Prophet klagt Israel an, durch Gottlosigkeit, Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit die Heiligkeit Gottes verletzt zu haben. Er kündigt Jerusalem Strafe an. Aber gleichzeitig hat er auch eine Verheißung: Gott selbst wird dafür sorgen, dass seine Heiligkeit wiederhergestellt wird. Nicht durch hausgemachte, menschliche Maßnahmen, sondern durch Gottes eigenes Tun. Gott will sein Volk so ändern, dass die Leute wieder nach seinen Regeln leben und seine Rechte befolgen.
Aber wie? Nicht durch den Aufruf zu einem „Heiligen Krieg“ der Gerechten gegen die Ungerechten, der „Gläubigen“ gegen die „Ungläubigen“. Nicht dadurch, dass Gott uns jämmerliche Menschen mit ihrer kleinen Kraft vor seinen Karren spannen müsste, damit wir Gottes Heiligkeit retten.
Eine andere, eine einschneidende und grundlegende Maßnahme wird Gott selbst mit eigener Hand vornehmen: eine Herztransplantation an den Menschen seines Wohlgefallens. Ein neues Herz und einen neuer Geist soll eingepflanzt werden.
Hat Gott Wort gehalten? Ist diese Neuschöpfung durch sein Wort, vermittelt durch seine Boten, eingetreten? – In der Tat! Gottes Wort ist „Fleisch“ geworden. In seinem Sohn Jesus Christus, dem „neuen Adam“. In unserer Taufe wurde uns ein neues Herz und ein neuer Geist eingepflanzt, der im Vertrauen auf Gott lebt. Ein Herz, das Liebe und Barmherzigkeit üben kann. Ein Organ, das nun fähig ist, im Glauben an Christi Gerechtigkeit zu leben. In seiner Gerechtigkeit und in seiner Liebe kann es leben und davon reichlich abgeben.

„Ich tue es nicht um euretwillen“, spricht der heilige Gott, „sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt!“ (Hesekiel 36,23)

Der eine und wahre Gott, der Vater Jesu Christi – er sorgt selbst dafür, dass sein Name nicht durch Hass und unbarmherzige Gewalt entehrt wird. Mit dem Mittel der Liebe, die er uns schenkt und zu der er uns in der Kraft seines Geistes befähigt.
Möge der Herr in diesem vor uns liegenden Jahr allen Hass und alle Gewalt überwinden und allen Menschen ein solches, neues Herz und einen neuen Geist schenken – zur Ehre seines heiligen Namens! Amen.

Ihr
Peter Brückmann, Pfr.

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